Ein voller Club an einem Samstag Abend und mitten auf der Tanzfläche ein weiches, frischbezogenes Bett - so in etwa fühlt sich Lidenbrock an. Denn auf der einen Seite machen Lidenbrock absolut tanzbare Musik.
Auf der andere Seite ist da die Stimme von Sänger Julius, die einen ganz nah ran holt und irgendwo zwischen intimer Konzentration und absoluter Entspannung hält.
Wie ein guter Gastgeber führt sie durch einen Sound, der mit Klischees so sicher und raffiniert spielt, wie die vier Musiker ihre Instrumente. Dazu kommen deutsche Texte, mal dicht metaphorisch, mal leicht und aufatmend. Sie erzählen von Kleinstadtödnis, von alkoholverschmierten Erinnerungen und natürlich von der Liebe.
Zusammen ergibt das eine Mischung, die so eigen und dabei so homogen klingt, wie die Vier auch live rüberkommen. Denn die Jungs leben unter einem Dach, teilen sich Wohnzimmer und Studio genauso wie die Sojamilch im Kühlschrank. Es ist diese Mischung aus Vertrautheit und Eigenart, die Lidenbrock zum treuen Begleiter in den eigenen Lebensschieflagen macht.
Es sind diese Lieder, die einen später an den einen Sommer, die eine verdammte Trennung, das eine große Abenteuer erinnern.

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